Mit der schrittweisen Einführung der E-Rechnungspflicht und dem geplanten digitalen Meldesystem der Finanzverwaltung werden strukturierte Rechnungsdaten immer wichtiger.
Digitale Prozesse, automatisierte Prüfungen und maschinelle Weiterverarbeitung basieren künftig immer stärker auf XML Daten.
Eine Arbeitsweise, die sich frühzeitig an der strukturierten E-Rechnung orientiert, bereitet Unternehmen und Kanzleien auf diese Entwicklung vor.
Häufige Einwände zur E-Rechnungsvorschau
„Ich bin die PDF Ansicht gewohnt.“
Das ist nachvollziehbar. Viele Anwender haben jahrelang mit PDF Rechnungen gearbeitet und sind mit dieser Darstellung vertraut.
Die PDF Ansicht bleibt weiterhin verfügbar. Dennoch ist eine Umgewöhnung sinnvoll, weil sich die rechtliche Grundlage geändert hat. Maßgeblich sind nicht mehr die sichtbaren PDF Informationen, sondern die strukturierten Rechnungsdaten.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann die einheitliche Vorschau sogar übersichtlicher sein als wechselnde PDF Layouts.
„Das PDF zeigt mir alles, was ich brauche.“
Das PDF zeigt, was der Rechnungssteller visuell dargestellt hat. Es zeigt jedoch nicht zuverlässig, ob die XML Daten vollständig und korrekt sind.
Für die steuerliche Prüfung ist entscheidend, was im strukturierten Teil enthalten ist. Eine ausschließliche Prüfung der PDF Ansicht kann deshalb zu Risiken führen.
„Die E-Rechnungsvorschau ist unübersichtlich.“
Die strukturierte Darstellung wirkt auf den ersten Blick ungewohnt. Das liegt vor allem daran, dass sie nicht wie eine klassische Rechnung gestaltet ist, sondern die Daten standardisiert aufbereitet.
Gerade diese Standardisierung ist aber ein Vorteil. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich relevante Informationen schneller finden, weil sie unabhängig vom Rechnungssteller in einer vergleichbaren Struktur erscheinen.
„Wir haben das immer so gemacht.“
Diese Haltung ist verständlich, aber fachlich problematisch.
Der gesetzliche Rahmen hat sich geändert. Seit dem 1. Januar 2025 ist die strukturierte E-Rechnung im B2B Bereich der neue Standard. Eine reine Orientierung an der PDF Darstellung entspricht nicht mehr der neuen rechtlichen und praktischen Realität.