In vielen Diskussionen wird nahezu religiös darüber gestritten, welches Format das bessere ist.
Aus unserer Sicht ist das die falsche Frage. Ob ZUGFeRD oder XRechnung spielt für die meisten Unternehmen zunächst eine untergeordnete Rolle. Beide Formate enthalten strukturierte Rechnungsdaten, die automatisiert weiterverarbeitet werden können. Und genau darauf kommt es an. Denn erst strukturierte Daten ermöglichen durchgängige digitale Prozesse.
Entscheidend ist die XML – und ihre Validierung!
Ob ZUGFeRD oder XRechnung – beide Formate erfüllen ihren Zweck nur dann, wenn die enthaltenen Rechnungsdaten den geltenden Standards entsprechen.
Gerade bei ZUGFeRD wird häufig übersehen, dass das sichtbare PDF nicht der entscheidende Bestandteil der E-Rechnung ist. Die eigentlichen Rechnungsinformationen befinden sich in der eingebetteten XML-Datei. Sie wird von ERP- und Buchhaltungssystemen ausgelesen und automatisiert verarbeitet.
Eine Rechnung kann daher optisch vollkommen korrekt aussehen und trotzdem technisch fehlerhaft sein. Enthält die XML-Datei unvollständige oder ungültige Daten oder entspricht sie nicht den definierten Standards, ist die E-Rechnung nicht valide. Der Empfänger bemerkt dies häufig erst, wenn die automatisierte Verarbeitung fehlschlägt.
Deshalb sollte die Validierung der XML-Datei ein fester Bestandteil jedes E-Rechnungsprozesses sein. Sie stellt sicher, dass die Rechnung nicht nur lesbar ist, sondern auch von den Systemen des Empfängers fehlerfrei verarbeitet werden kann. Erst dann entfaltet die E-Rechnung ihren eigentlichen Mehrwert: eine durchgängige, medienbruchfreie und automatisierte Verarbeitung.
Die gute Nachricht: Die Validierung muss dabei nicht zwingend einen zusätzlichen manuellen Arbeitsschritt bedeuten. Moderne Softwarelösungen integrieren diese Prüfung zunehmend direkt in bestehende Prozesse.
Mit dem kommenden Update der hmd-Software wird die Validierung von E-Rechnungen in den Funktionsumfang der digitalen Belegverarbeitung integriert. Dadurch erfolgt die technische Prüfung der E-Rechnung direkt im Verarbeitungsprozess und ein zusätzlicher manueller Prüfschritt entfällt.