Die Umstellung ist kein Kraftakt, sondern ein geordneter Weg in überschaubaren Etappen – abgestimmt auf den Alltag von Kanzleien und Buchhaltungsbüros. So sieht ein bewährtes Vorgehen aus:
Schritt 1 – Stammdaten sauber aufsetzen.
Die Basis für alles Weitere ist die Pflege der Stammdaten, insbesondere bei den Personenkonten deiner Mandanten. Was hier sorgfältig gepflegt ist, zahlt sich später um ein Vielfaches aus: Ohne saubere Stammdaten kann keine automatisierte Verarbeitung zuverlässig funktionieren. Dieser erste Schritt ist unspektakulär, aber der wichtigste von allen.
Schritt 2 – Bankbewegungen digitalisieren.
Als Nächstes bringst du die Verbuchung der Bankbewegungen in die digitale Spur. Zum Beispiel mit dem Modul hmd.skybank. Damit werden Kontoumsätze automatisiert eingelesen und für die Verbuchung aufbereitet – ein spürbarer erster Effizienzgewinn, der sich schnell im Alltag zeigt.
Schritt 3 – Digitale Belegverarbeitung einführen.
Jetzt kommt das Herzstück: die digitale Belegverarbeitung samt der passenden Transferwege. Durch Lösungen wie hmd.dts, hmd.netarchiv, hmd.app und den hmd.onlineworkflow gelangen Belege und E-Rechnungen strukturiert dorthin, wo sie gebraucht werden – vom Mandanten bis in die Buchung, revisionssicher und ohne Medienbruch.
Neu dabei und ein starkes Argument in Richtung deiner Mandanten: die Validierung von E-Rechnungen. Denn der Rechnungsempfänger – also dein Mandant – ist verpflichtet, eingehende E-Rechnungen auf ihre Konformität zu prüfen. Mit den passenden Lösungen kannst du genau diese Prüfung zuverlässig durchführen. Für dich in der täglichen Arbeit heißt das: Du hast ein handfestes Argument, mit dem du deinen Mandanten den Nutzen der Umstellung erklären kannst – denn es geht nicht um ein „Nice-to-have", sondern um die Erfüllung einer echten Pflicht.
Und das Beste daran: Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf der einen Seite die Validierung der E-Rechnung, zu der dein Mandant ohnehin verpflichtet ist. Auf der anderen Seite der saubere Übertragungsweg direkt in die Buchhaltung. Eine echte Win-Win-Situation: Der Mandant erfüllt seine Prüfpflicht, und bei dir landen die Daten sauber, strukturiert und ohne Medienbruch – genau die Grundlage, die dir eine reibungslose Automatisierung erst möglich macht.
Ein wichtiger Baustein der digitalen Belegverarbeitung ist die übersichtliche Darstellung eingehender E-Rechnungen. Da viele Formate auf strukturierten XML-Daten basieren, erleichtert eine E-Rechnungsvorschau die Prüfung erheblich. Besonders bei ZUGFeRD-Rechnungen sorgt sie dafür, dass strukturierte Daten und die gewohnte Rechnungsansicht einfach nachvollziehbar bleiben. Welche Vorteile das im Kanzleialltag bietet, erklären wir ausführlich im Beitrag „ZUGFeRD & E-Rechnungsvorschau“.
Schritt 4 – Automatisierung Schritt für Schritt wagen.
Mit sauberen Stammdaten und digitalen Belegen ist der Boden bereitet. Jetzt kannst du die Automatisierung nach und nach hochfahren – nicht auf einen Schlag, sondern in dem Tempo, das für dich und deine Mandanten passt. Jeder automatisierte Handgriff mehr entlastet dich und dein Team.
Ein Hinweis, der über allen Schritten steht: Technik allein reicht nicht. Nimm deine Kolleginnen und Kollegen sowie deine Mandanten von Anfang an mit. Wer versteht, warum sich etwas ändert und dass es die eigene Arbeit erleichtert, zieht gerne mit – und genau das entscheidet am Ende über den Erfolg der Umstellung.
Das Schöne daran: Ihr müsst nicht alles auf einmal stemmen. Jeder Schritt ist für sich sinnvoll und bringt die Kanzlei weiter.