Vor kurzem waren wir auf der Suche nach einem neuen Auto. Wie viele Menschen heutzutage begann die Recherche online. Schnell war ein interessantes Fahrzeug gefunden, eine Anfrage verschickt und ein Termin im Autohaus vereinbart. Was dann folgte, war leider kein besonders positives Kundenerlebnis.
Zunächst begann eine kleine „Reise nach Jerusalem“, um überhaupt den richtigen Ansprechpartner zu finden. Als wir schließlich bei der vermeintlich zuständigen Person angekommen waren und auf unsere E-Mail-Korrespondenz sowie den vereinbarten Termin verwiesen, kam lediglich die knappe Antwort: „Das Fahrzeug ist bereits verkauft.“
Keine Alternative. Keine nähere Erklärung. Keine spürbare Bereitschaft, weiterzuhelfen. Also machten wir uns erneut auf die Suche nach einem Ansprechpartner. Auch das gestaltete sich überraschend mühsam. Erst nach mehreren Anläufen fanden wir einen Mitarbeiter, der sich Zeit nahm, unsere Fragen beantwortete und uns alternative Fahrzeuge zeigte.
Trotzdem blieb auf dem Heimweg eine Frage zurück:
Ist guter Service heute noch selbstverständlich?
Viele Unternehmen stehen unter enormem Effizienzdruck. Prozesse werden digitalisiert, Anfragen automatisiert bearbeitet und Kundenkontakte standardisiert. Das ist nachvollziehbar und oft auch notwendig. Doch manchmal stellt sich die Frage, ob dabei etwas verloren geht. Denn Kunden möchten nicht nur schnelle Prozesse. Sie möchten sich verstanden fühlen.